Veganismus und Zero Waste

Beim Stammtisch im Mai haben Alina und Skadi über Zero Waste und Veganismus gesprochen. Es war ein informativer Abend mit regem Austausch. Wer sich bisher noch nicht an vegane Rezepte herangetraut hatte, erhielt einen deutlichen Motivationsschub. Hier ist die Zusammenfassung von Skadi.

Warum leben wir eigentlich vegan?

Hierfür gibt es viele Gründe, z. B. der Umweltschutz spielt eine große Rolle: Treibhausgase,
Nitratbelastung, Feinstaub, Rodung des Regenwaldes für Anbauflächen für Soja,
von dem 98 % für Futtermittel verwendet wird. Dies kommt einer Verschwendung von Ressourcen gleich, die mit dem Zero Waste Gedanken nicht zu vereinbaren ist.

Ethische Gründe: Wir empfinden es als Ungerechtigkeit, dass für unseren Konsum Tiere leiden, Menschen hungern und unser Planet stirbt.

Doch zum Glück gibt es vegane Alternativen!

Da diese in Geschäften sehr teuer und (fast) immer in Plastik verpackt sind, oft Palmfett und irre viele Zusatzstoffe enthalten, ist Selbermachen die beste Lösung. Hier ein paar Vorschläge:

Kuhmilch: Hafer-/Dinkel-/Nussmilch

Aufstriche: aus Tomaten, Möhren, Linsen, Kichererbsen und anderem Gemüse (leeeeeecker!)

Aufschnitte: z. B. mit Nüssen und Agar Agar

Mozzarella: Gemisch aus Nüssen und Flohsamenschalen

Eischnee: Aquafaba (Wasser der Kichererbsen) aufschlagen

Ei-Aroma: Kala Namak (Rauchsalz)

Eier für Salat: Tofu oder Nudeln

Eier zum Backen: Soja-/Lupinen-/Johannisbrotkernmehl, Banane, Apfelmus

Gelatine: Pektin, Agar Agar

Burgerpatty: Kidneybohnen, Grünkernschrot

Pudding: Chiasamen + Kakao

Käsekuchen: Puddingpulver + Pflanzenmilch

Honig:
Agavendicksaft, Löwenzahnblütensirup (siehe unten)

Käsesoße: https://www.petazwei.de/m/die-ultimative-vegane-kaesesosse , Mehlschwitze mit
Salz, Hefeschmelz

Keine gute Alternative haben wir bisher für Zahnseide gefunden, da diese entweder aus
Nylon oder mit Bienenwachs behandelt ist.

Folgende vegane Produkte gibt es bereits im Unverpackt Kiel:

Mozzarella, Salami, Würstchen, Cashewaufstrich, Sojajogurt

Und was noch WICHTIG ist: Einwegglas hat die schlechteste CO2-Bilanz, daher Gläser unbedingt mehrfach verwenden, z. B. für die leckeren Aufstriche, oder verschenken, das geht auch im Unverpackt-Laden.

Auch Julia, die den Stammtisch regelmäßig besucht, hatte passend zum Thema selbstgemachten veganen Honig mitgebracht. Der war so lecker, dass alle das genaue Rezept haben wollten.

Honig aus Löwenzahnblüten

Zutaten:

-  200 Löwenzahnblüten - ohne Stiel
-  1 Liter Wasser
- 2 Zitronen
- 2 Orangen
- 400 Gramm Rohrzucker
- 400 Gramm Normaler Zucker (es geht auch nur Rohrzucker aber ich hatte nicht mehr)
- ca. 4-5 Schraubgläser
Arbeitsschritte:
Tag 1
1. Blüten waschen/abspülen, Orange und Zitrone in Scheiben Schneiden und alle Kerne entfernen
    (die Schalen nur bei Bio mit in den Topf später)
2. Wasser im Topf erhitzen
3. Blüten, Zitrone und Orange in den Topf geben und ca. 45 Minuten kochen
4. 24 Stunden ziehen lassen
Tag 2
5. Die Masse durch ein Sieb oder durch ein Küchentuch (mehr Flüssigkeit aber auch mehr Arbeit) abschütten/auspressen
6. Den Saft wieder in einen Kochtopf geben und mit dem Zucker einkochen
7. Solange der Zucker sich nicht vollständig aufgelöst hat, immer wieder umrühren
dann ca. 90 Minuten kochenlassen, bis die Farbe immer dunkler wird und dickflüssiger
8. Konsistenz testen - wenn gewünschte Konsistenz erreicht ist, abfüllen in die ausgewaschenen Gläser

  je länger der Sud gekocht wird, um so fester wird er

Die Quelle für das Rezept: Ohlala und Solala https://www.youtube.com/watch?v=UPmhlZsG-UE