Wie der Beginn von Zero Waste in meinen Büroalltag einzog…

Wie viele andere Menschen arbeite auch ich in einem Büro, wo tagtäglich natürlich auch Müll anfällt. Seit ich Mitglied bei Zero Waste Kiel e.V. bin, überlege ich, wie es im Büro möglich ist, sich Richtung Müllvermeidung zu bewegen.

Mir fiel beispielsweise auf, dass fast in jedem kleinen Büro (wir haben 11 davon) ein Extra-Mülleimer mit einem Plastikbeutel ausgestattet vorhanden war – am Ende der Woche, wenn der Müll geleert wurde, lagen dort allerdings höchstens mal ein leerer Joghurtbecher oder Obstreste drin. Diese wurden brav gesammelt und samt Plastikbeutel entsorgt. Was für eine Verschwendung, wenn man sich dies einmal bewusst vor Augen hält! Meine Idee beim nächsten Team-Meeting, die Abfälle doch direkt in die Küche zu bringen, wo wir eine Müllstelle haben, kam nicht nur beim Chef, sondern auch bei allen Kollegen positiv an – Problem gelöst!

Der nächste Schritt: anstatt verpackten Kaffee aus dem Supermarkt erhalten wir unseren Kaffee nun von einer kleinen Kieler Rösterei. Dieser ist in Bioqualität und auch„direct trade“ gehandelt, wird im praktischen Metalleimer geliefert, der jedes Mal wieder ausgetauscht wird!

In diesem Zusammenhang wurde unser Trinkverhalten noch einmal überdacht: Wir ließen uns bislang Mineralwasser in Flaschen liefern, da keiner von uns Lust hat, dies kistenweise zwei Etagen hochzutragen. Allerdings trinken die meisten Kollegen stilles Wasser – wieso dann nicht eigentlich Leitungswasser? Die Idee aus dem Team, hier auf Leitungswasser umzustellen und einen Wassersprudler zu bestellen, der bei Bedarf auch Wasser mit Kohlensäure produziert, wurde unisono begrüßt!

Ich freue mich sehr über die positive Resonanz im Team und beim Chef, denn dies sind schon deutlich sichtbare Veränderungen, die auf lange Sicht auch dem Firmengeldbeutel gut tun. Im Büroalltag versuchen wir, so viele Dokumente wie möglich, beidseitig zu bedrucken und einige Infos lediglich nur noch per E-Mail zu versenden, um dem massiven Papierverbrauch vorzubeugen.

Ich werde weiter am Ball bleiben und weitere Ideen & Anregungen sammeln und im Team vortragen!